Ölwehrequipment aufgestockt

Im Herbst 2016 wurden mehrere dreitägige Ausbildungen für Ölwehr-Führungskräfte und -Mannschaften nach internationalen Standards durchgeführt. Die Teilnehmer wurden theoretisch und praktisch in der sicheren und effizienten Handhabung der Ausrüstung geschult. Schwerpunkt der Übung waren die Aufnahme von Öl durch Vakuum- und Skimmergeräte sowie die Verhinderung weiterer Ausbreitung durch spezielle Ölsperren. Zeitgleich wurde die sichere Aufnahme von Öl von der Wasseroberfläche mithilfe eines so genannten Oil Trawl geschult. Dies ist eine spezielle Schleppvorrichtung, die von dem Einsatzboot „Sara Matje X“ durch das Wasser gezogen wird. Seit Inbetriebnahme der Bohrund Förderinsel Mittelplate gibt es ein umfassendes Konzept zur Schadensminimierung bei Störfällen. Geschultes Personal und die Ölwehrausrüstung sorgen dafür, dass bei einem potenziellen Austritt von Erdöl die weitere Ausbreitung und somit ein potenzieller Umweltschaden vermieden werden. Durch neue gesetzliche Vorgaben der Offshore-Bergverordnung ist die DEA dazu angehalten, die Störfallmaßnahmen noch enger mit den Behörden abzustimmen. „Dies haben wir zum Anlass genommen, das Ölwehrkonzept insgesamt zu erweitern, unsere Ausrüstung entsprechend zu ergänzen und die Anwendung zu schulen“, erklärt Organisator Peter Sauer, Senior-Projektingenieur bei der DEA. „Das Konzept umfasst im Wesentlichen mögliche Ölaustrittsszenarien und die Identifikation von wirksamen Bekämpfungsmethoden.“ Die DEA erarbeitete das Konzept in engem Kontakt mit dem Havariekommando und dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) und ließ es zudem durch einen unabhängigen Ölwehrexperten prüfen.

Für den Ernstfall gibt es einen detaillierten Notfallplan. Die Mitarbeiter werden durch Sicherheitstrainings, Übungen und Schulungen sensibilisiert und ertüchtigt.