Landstation Dieksand steuert Onshore-Ölförderung und Ölaufbereitung

Mit fortschrittlicher Bohrtechnik ist seit Mitte 2000 eine Ölgewinnung aus östlichen Teilen der Lagerstätte Mittelplate auch von Land aus möglich. Über Prozessleitsysteme steuern erfahrene Fachkräfte die Förderung von der Landstation Dieksand aus.

Das bauliche Konzept der auf 55.000 m2 Fläche errichteten Landstation Dieksand orientiert sich ausdrücklich an der Forderung, Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Das Kernstück der Landstation bilden die prozesstechnischen Anlagen zur Aufbereitung des aus dem Feld Mittelplate geförderten Öls.

Übersicht der Einrichtungen der Landstation Dieksand

Separatoren: In flach liegenden, 100 m3 2-Kammern-Behältern wird aus den Bohrungen über Feldleitungen zugeführtes Erdöl in Reinöl, Erdölgas und Lagerstättenwasserkondensat getrennt. Mitgefördertes Wasser wird abgeschieden und im geschlossenen Kreislauf zur Aufrechterhaltung des Drucks wieder in die Öllagerstätte zurück gepumpt.

Maschinenhallen: Teile der Anlagen zur Öl-, Gas- und Lagerstättenwasseraufbereitung wie Verdichter und Pumpen sind zur Schallisolierung in Prozesshallen untergebracht.

Gastrocknungsanlage: Das bei der Ölaufbereitung abgeschiedene Erdölgas wird Verdichtern zugeführt, die es  einer Gastrocknungsanlage zuführen. Dort wird das Erdölgas durch zwei unterschiedlichen Verfahren (Sprühstrecke mit Monoethylenglygol und Kältestrecke bei -9,0°C) getrocknet und in die Gasfernleitung nach Brunsbüttel weiterleiten.

Flachbodentanks: Die Tanks mit je 2.500 m3 Fassungsvermögen sind mit einem überwachten, begehbaren Ringraum zur regelmäßigen Kontrolle und mit einem überwachten Doppelboden ausgerüstet. Nach erfolgter Nachklärung wird das Öl von hier in die Fernleitung nach Brunsbüttel zur Übergabe an die Abnehmer gepumpt.

Betriebsgebäude: Die Prozessanlage der Landstation steht unter 24-stündiger  Kontrolle von Fachkräften in der Messwarte. In den Betriebsgebäuden sind außerdem Büros, Schalträume, Sozialbereiche, Sanitärräume, Feuerlösch- und Heizzentrale sowie Werkstätten, Labor und Lagerräume eingerichtet.

Fackel: Im äußerst seltenen Fall von Unregelmäßigkeiten in der Anlage, kann es vorkommen, dass aus Sicherheitsgründen Erdölgas abgefackelt werden muss.

Waschplatz: Auf dem Waschplatz werden Anlagenteile für die Reparatur oder den Transport vorbereitet. Die anfallenden Flüssigkeiten werden in einem unterirdischen Tank aufgefangen und dem Prozesswasser zugeführt.

Regenrückhaltebecken: Das auf den versiegelten, asphaltierten Verkehrsflächen der Landstation aufgefangene Regenwasser wird gesammelt. Dabei wird der CSB-Wert (Chemischer Sauerstoffbedarf) des Wasssers regelmäßig überprüft.

Werkstatt und Magazin: Reparatur- und Montagearbeiten mit entsprechenden Spezialwerkzeugen werden hier durchgeführt.

Hubschrauberlandeplatz: Bei Notfällen kann die Landstation Dieksand mit dem Hubschrauber angeflogen werden. Die Landung erfolgt auf dem dafür vorgesehenen Landeplatz.

Ausrangierte Pferdekopfpumpe vor dem Betriebsgebäude der Landstation
Jeder der vier Flachbodentanks fasst 2.500 m³ Flüssigkeit
Die Prozessanlage wird von Fachkräften rund um die Uhr überwacht
Kontrollrundgang über die Tanks
Blick über das Prozessfeld und die Flachbodentanks
Das Erdöl wird in Reinöl, Erdölgas und Lagerstättenwasserkondensat getrennt