DEA sorgt für natürlichen Wattboden

Das Wattenmeer zeichnet sich durch eine große Dynamik und Veränderungen der Oberfläche aus. Ebbe, Flut und Priele sorgen für ständige Erosionen des Untergrunds. An der Bohr- und Förderinsel Mittelplate musste deshalb auf einer circa 4,5 Hektar großen Fläche ein so genannter Kolkschutz aufgebracht werden. Die Steinkonstruktion sorgt dafür, dass das vorhandene Sediment nicht fortgespült wird. „Hierfür wurde Wattboden überbaut. Wir befinden uns hier in einem Fauna-Flora-Habitat- Gebiet und müssen somit für diese Fläche einen 1 : 1-Ausgleich schaffen“, sagt Heiner Mattfeld, Senior- Referent Umweltschutz bei der DEA. „Da sich Watt nicht einfach ersetzen lässt, hatten wir die Stilllegung von Muschelkulturflächen als Ausgleich ins Auge gefasst“, so Mattfeld. Zunächst konnten die Muschelfischer jedoch keine geeigneten Flächen zur Verfügung stellen.

„Mit der Stilllegung von Muschelkulturflächen wird der Wattboden wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.“

Die DEA prüfte andere Möglichkeiten, bis es zu einer Wende kam: In erneuten Verhandlungen mit der Erzeugerorganisation der Muschelzüchter einigte man sich darauf, in Frage kommende Muschelkulturflächen stillzulegen und diese wieder den natürlichen Abläufen zu überlassen. Das Gebiet ist mit 69 Hektar rund 15-mal so groß wie die für den Kolkschutz benötigte Fläche. Damit stellt die DEA sicher, dass etwaige Auswirkungen durch den Kolkschutz ausgeglichen werden. Die Biodiversität des Lebensraums bleibt erhalten. Um auch künftig effektive Kompensationsmaßnahmen garantieren zu können, hat die DEA über das „Wadden Sea Forum“ – ein Forum der Nordseeanrainerstaaten Dänemark, Deutschland und Niederlande – zudem einen Austausch initiiert, der weitere Maßnahmen zur effizienten Kompensation und zum Erhalt der Biodiversität entwickeln soll.